Special für vermögende Privatkunden

Steuerfreikonzept

Kapital langfristig aufbauen, flexibel entnehmen und die Auszahlung steuerlich sauber strukturieren. Nicht als Trick. Sondern als legales Konzept mit klarer gesetzlicher Grundlage.

Autor und Ansprechpartner: Mathias Englert, Finanzberater aus Worms.

Erfahrung: seit über 30 Jahren in Finanzberatung, Vermögensstrukturierung und Ruhestandsplanung.

Einordnung: Das Steuerfrei-Konzept wird nur nach individueller Prüfung von Vertrag, versicherter Person, Bezugsrecht, Tarifbedingungen und Entnahmestrategie umgesetzt.

Stand: 19. September 2026

Mehr NettoEntscheidend ist nicht die Bruttorendite, sondern was nach Steuern tatsächlich ankommt.
Volle KontrolleDer Sparer bleibt Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter.
Legal gestaltetDas Konzept nutzt eine bestehende steuerliche Regelung, kein Steuerschlupfloch.

Das Problem: Gewinne werden oft unnötig teuer ausgezahlt.

Viele Anleger denken beim Vermögensaufbau an Rendite, Kosten und Fondsqualität. Richtig. Aber am Ende zählt ein weiterer Punkt: die Steuer beim Zugriff auf das Kapital.

Eine Kapitalauszahlung aus einer fondsgebundenen Rentenversicherung kann steuerlich attraktiv sein. Noch stärker wirkt jedoch ein sauber gestaltetes Steuerfreikonzept, wenn die familiäre Situation passt.

Der Kern in einem Satz

Die Todesfallleistung einer fondsgebundenen Rentenversicherung ist einkommensteuerfrei. Genau diese gesetzliche Tatsache nutzt das Steuerfreikonzept.

  • Kapital bleibt grundsätzlich verfügbar.
  • Entnahmen sind vorab möglich.
  • Im passenden Fall kann deutlich mehr Netto ankommen.

So funktioniert das Steuerfreikonzept.

Die Konstruktion ist einfach, muss aber korrekt eingerichtet werden.

1

Vertrag

Der Sparer nutzt eine fondsgebundene Rentenversicherung als steuerlichen Versicherungsmantel.

2

Versicherte Person

Als versicherte Person wird nicht der Sparer eingesetzt, sondern meist ein statistisch älterer Angehöriger.

3

Kontrolle

Der Sparer bleibt Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter. Er behält die Kontrolle.

4

Auszahlung

Verstirbt die versicherte Person, wird das Guthaben als Todesfallleistung ausgezahlt. Diese Leistung ist einkommensteuerfrei.

Warum das relevant ist

Gegenüber einer normal versteuerten Auszahlung kann der Unterschied erheblich sein. Je nach Laufzeit, Gewinn und persönlicher Steuersituation können deutlich höhere Nettobeträge beim Sparer ankommen.

Was es nicht ist

  • Keine pauschale Empfehlung für jeden.
  • Kein Steuerschlupfloch.
  • Keine Rechts- oder Steuerberatung durch die Hintertür.
  • Kein Ersatz für eine saubere Prüfung mit Steuerberater.

Was 40 Prozent mehr Netto bedeuten können.

Die Grafik zeigt ein Beispiel aus meinem Buch. Entscheidend ist nicht nur die Rendite, sondern die steuerliche Struktur der Auszahlung.

Vergleich der Netto-Auszahlung Annahme: Ein Lediger spart 40 Jahre lang monatlich 250 Euro in einen Aktienfonds. Rendite nach Fondskosten: 8 % p. a. Der Freistellungsauftrag ist ausgeschöpft. Im Verkaufsjahr bestehen 40.000 Euro andere Einkünfte (z. B. Renten, Mieten). Alle Kosten und Steuern sind berücksichtigt. 1 Depot, kein Fondswechsel, Vorabpauschale dauerhaft 3,2 % Netto-Auszahlung: 550.669 Euro 2 Wie 1, aber 3 Fondswechsel in 40 Jahren (alle 10 Jahre) Netto-Auszahlung: 455.512 Euro 3 Wie 2, aber fondsgebundene Rentenversicherung statt Depot Netto-Auszahlung: 589.334 Euro 4 Wie 3, aber Entnahme über 20 Jahre statt Einmalzahlung Netto-Auszahlung: 614.161 Euro 5 Wie 3, aber Steuerfrei-Konzept (s. Kapitel 5) Netto-Auszahlung: 696.993 Euro NIEDRIGSTES ERGEBNIS HÖCHSTES ERGEBNIS Spannweite zwischen niedrigstem und höchstem Ergebnis: 241.481 Euro i Hinweis: Bei Fall 4 ist die mögliche Weiterverzinsung während der Entnahmephase aus Gründen der Vergleichbarkeit nicht zusätzlich berechnet.

Was die Grafik konkret zeigt

Die Grafik vergleicht fünf Auszahlungswege bei gleicher Sparrate, gleicher Laufzeit und gleicher Fondsrendite. Der Unterschied entsteht nicht durch mehr Risiko, sondern durch Fondswechsel, Produktmantel, Entnahmeform und steuerliche Behandlung der Auszahlung.

  • Das niedrigste Beispiel liegt bei 455.512 Euro Netto-Auszahlung.
  • Das Steuerfreikonzept kommt im Beispiel auf 696.993 Euro Netto-Auszahlung.
  • Die Spannweite beträgt 241.481 Euro. Genau deshalb sollte die Steuerstruktur vor der Anlageentscheidung mitgedacht werden.

Das ist kein Renditeversprechen und keine pauschale Steuerrechnung. Das Beispiel zeigt die Größenordnung anhand konkreter Annahmen. Ob diese Struktur passt, hängt von Vertrag, versicherter Person, Bezugsrecht, Steuerfolgen, Entnahmestrategie und Nachfolgeplanung ab.

Für wen ist das interessant?

Passend

Für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen, vorhandenes Kapital steuerlich klug strukturieren und flexible Zugriffsmöglichkeiten behalten wollen.

Nicht passend

Für Menschen ohne geeignete familiäre Konstellation, ohne langfristigen Anlagehorizont oder mit akutem Liquiditätsbedarf.

Besonders relevant

Bei größeren Vertragswerten, langen Laufzeiten und hohen stillen Gewinnen im Versicherungsmantel.

Sehr wichtig!

Nur bestimmte Tarife weniger Gesellschaften können das Konzept umsetzen.

Steuern nicht am Ende reparieren. Von Anfang an mitdenken.

Das Steuerfreikonzept passt in eine größere Logik: Vermögen sollte nicht nur rentabel angelegt, sondern steuerlich sinnvoll strukturiert werden.

Das gilt auch bei Vermögensübertragung, Schenkung und Erbschaft. Wer früh gestaltet, nutzt Freibeträge, Bewertungsregeln und Produktstrukturen. Wer erst beim Erbfall reagiert, hat oft nur noch wenige Optionen.

Mein Ansatz

  • Analyse der bestehenden Verträge und Depots.
  • Prüfung der familiären Konstellation.
  • Abgleich mit Steuerberater und rechtlicher Struktur.
  • Auswahl passender Produktlösung nur, wenn sie wirklich trägt.

Häufige Fragen zum Steuerfreikonzept

Was ist das Steuerfreikonzept?

Das Steuerfreikonzept ist eine Gestaltung mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, bei der Kapitalanlage, Vertragsgestaltung, versicherte Person und Bezugsrecht gezielt aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist, die Auszahlung inklusive aller erwirtschafteten Gewinne steuerfrei zu erhalten.

Für wen eignet sich das Steuerfreikonzept?

Es eignet sich vor allem für vermögende Privatkunden mit langfristigem Anlagehorizont, größeren Vertragswerten und passender familiärer Konstellation. Ohne ausreichende Laufzeit oder bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf ist das Konzept meist nicht passend.

Ist die Auszahlung wirklich steuerfrei?

Die Todesfallleistung einer fondsgebundenen Rentenversicherung ist einkommensteuerfrei.

Warum ist die versicherte Person so wichtig?

Die versicherte Person löst den Versicherungsfall aus. Deshalb muss sie passend gewählt werden. Der Sparer kann trotzdem Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter bleiben und behält damit grundsätzlich die Kontrolle.

Kann ich vorab auf das Kapital zugreifen?

Ja.

Kann jeder Tarif dieses Konzept umsetzen?

Nein. Nur bestimmte Tarife weniger Gesellschaften kommen dafür in Frage. Entscheidend sind Vertragsbedingungen, Todesfallregelung, Entnahmemöglichkeiten, Kostenstruktur und die steuerliche Einordnung.

Prüfen wir, ob das Steuerfreikonzept für Sie passt.

Im Erstgespräch klären wir, ob Ihre familiäre Situation, Ihre bestehenden Verträge und Ihr Anlagehorizont überhaupt zu diesem Konzept passen. Wenn nicht, sage ich das klar.

Wichtiger Hinweis: Diese Seite ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die konkrete Umsetzung erfolgt nur nach individueller Prüfung und, soweit erforderlich, in Abstimmung mit Ihrem Steuerberater oder Rechtsberater. Kapitalanlagen unterliegen Chancen und Risiken; Wertschwankungen und Verluste sind möglich.