Banken: Negativzinsen und Gebühren

Immer mehr Banken verlangen Negativzinsen von Privatkunden

Negativzinsen auch für Privatkunden

Derzeit verlangen bereits über 140 Banken und Sparkassen selbst von Privatkunden Negativzinsen zwischen 0,4-0,6%, teilweise ab dem ersten Euro Guthaben. Dies gilt für Guthaben auf Girokonten sowie Tagesgeldkonten. Mathias Englert, Finanzexperte mit mehr als 25 Jahren Erfahrung: „Jetzt sehen die Sparer, dass auch die Kontostände niedriger werden. Vorher konnten sie nur den Kaufkraftverlust durch die Inflation spüren.“

Die Banken versuchen nun, die hohen Anlagesummen auf Girokonten, Tagesgeld und Sparbüchern abzubauen. Leider selten zum Vorteil der Kunden. Es werden Produkte verkauft, die nur der Bank nutzen. Mit der Anlagephilosophie von vor 20 Jahren können heute keine guten Kundenberatungen mehr erfolgen – früher gab es Zinsen, heute im besten Fall keine. Dieser Zustand wird sich auch nicht auf absehbare Zeit ändern.

Für eine passende Beratung ist es zwingend notwendig, mit den Anlegern über deren Ziele, Risikobereitschaft und Renditeerwartung zu sprechen und dann ein individuelles Konzept zu erstellen.

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Banken: Gebühren, Gebühren, Gebühren

Die Süddeutsche Zeitung hat recherchiert und kommt zum Ergebnis, dass im Januar 2020 knapp 190 Bankhäuser ihre Gebühren für Girokonten angehoben haben. Das gab es noch nie innerhalb von nur einem Monat! Allerdings hat sich die Erhöhung schon 2019 angekündigt; immerhin erhöhten 550 Finanzdienstleister bereits im Vorjahr die Gebühren für Girokonten.

Dass insbesondere in kleineren Städten oder ländlichen Gebieten Banken und Sparkassen für die Kontoführung höhere Gebühren verlangen, liegt wahrscheinlich am mangelnden Konkurrenzkampf. Darüber hinaus spielt Kreativität bei der Preisgestaltung seitens der Banken sicherlich eine nicht unerhebliche Rolle. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass auch kleine Leistungen heutzutage berechnet werden, die früher selbstverständlich gratis waren. Zyniker fragen sich, ob es irgendwann so weit kommt, dass man für den Besuch einer Filiale Eintritt bezahlen muss. Warum sonst „tun viele Geldhäuser derzeit alles, damit die Kunden nicht in die Filialen kommen?“. Sogenannte „Uhr-Banken“ verlangen beispielsweise abhängig von der Uhrzeit entsprechende Gebühren für das Abheben von Bargeld.

Derzeit werden noch knapp 40 Finanzdienstleister gezählt, bei denen für Privatkonten keine Gebühren anfallen. Darüber hinaus entfallen bei ungefähr 60 Banken unter bestimmten Bedingungen (wie beispielsweise monatlichen Geldeingängen) die monatlichen Gebühren. Der Rat ist deshalb, einen Bankwechsel in Betracht zu ziehen, denn „Wer nichts zahlen mag, wird auch fündig“. Tipps für kostenlose Konten erhalten Sie auch bei mir.

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