Immer noch sinnvoll: Freistellungsauftrag für Kapitalerträge

Mit einem Freistellungsauftrag können Anleger den automatisierten Abzug der Kapitalertragssteuer verhindern.

 

Was ist der Freistellungsauftrag?

Kreditinstitute (Banken, Bausparkassen, Investmentgesellschaften …) sind verpflichtet, die Abgeltungssteuer an das Finanzamt direkt abzuführen. Kapitalerträge wie Zinserträge, Dividenden, sowie Erlöse aus Aktien- und Fondsverkäufen werden besteuert.

Jedoch steht jedem Anleger ein jährlicher Freibetrag zu, der von der Besteuerung freigestellt ist. Um die direkte Abführung der Abgeltungssteuer bis zur Höhe des Freibetrags zu verhindern, kann der Freistellungsauftrag (FSA) erteilt werden.

Wenn der Freistellungsauftrag dem Kreditinstitut vorliegt, werden lediglich die Steuern auf die Erträge oberhalb der im Freistellungsauftrag erteilten Grenze, abgeführt. Die jeweiligen Kreditinstitute sind verpflichtet, dem Bundeszentralamt für Steuern einmal jährlich die in Anspruch genommenen Freistellungsbeträge zu melden.

 

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Inflation verstärkt den Druck auf Sparer

Die Sorge vor Geldwertschwund wächst: Im Mai ist die Inflationsrate in Deutschland auf 2,5 Prozent gestiegen – der höchste Stand seit fast zehn Jahren. Nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft könnte die Inflationsrate weiter steigen.

Wenn die Inflationsrate bei 2,5 Prozent dauerhaft bleibt, bedeutet das, dass man mit heute 100.000 Euro in 28 Jahren nur noch Waren und Dienstleistungen im Wert von 50.000 Euro kaufen kann.

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Nachhaltigkeit – auch ein Thema in der Finanzwelt!

Seit Ende März 2021 haben Finanzberater ihre Kunden über das Thema „Nachhaltigkeit“ bei der Beratung in Versicherungs-, vor allem aber bei Fragen zu Kapitalanlagen, zu informieren.

Von Bedeutung sind – besonders bei den Kapitalanlagen und der Altersvorsorge – diese Nachhaltigkeitsfaktoren:

Für den Bereich offene Investments (also vor allem Aktienfonds und ETFs) habe ich zusammen mit meinen Kollegen die „Global Green Strategie“ entwickelt, die sowohl als monatlicher Sparplan, als auch für Einmalanlagen ein interessantes Investment darstellt. Bei der Global Green Strategie geht es neben der Nachhaltigkeit auch um eine sehr breite, weltweite Streuung in über 4000 Einzeltitel nach wissenschaftlichen Grundsätzen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Bei den direkten Unternehmensbeteiligungen habe ich schon seit längerer Zeit „nachhaltige“ Lösungen empfohlen:

Die deutschen Immobilienfonds aus der Reihe ICD (ImmoChance Deutschland Renovation Plus) sorgen mit energetischen Sanierungen der bestehenden Immobilien zu einer deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen und auch zu Einsparungen bei den Nebenkosten der Wohnungsmieter (weitere Information zur CO2-Reduzierung durch die ICDs). Der neue ICD11 wird in Kürze für die Anleger erhältlich sein. Hierbei handelt es sich – wie bei seinen Vorgängerfonds um vollständige regulierte AIFs (Alternative Investmentfonds). Alle ICDs haben die Prognose-Renditen seither erfüllt oder – teils sehr deutlich – übertroffen.

 

Ein weiteres, sehr interessantes nachhaltiges Investment stellt der Photovoltaikfonds „Solar Portfolio 2“ aus dem Hause HEP dar. Hier werden international Photovoltaikanlagen betrieben.

Wie immer gilt: Diese Hinweise können eine individuelle Beratung nicht ersetzen.

 

Der „not-Not-Groschen“

Wie Sie Kapital über die Notfallreserve hinaus anlegen sollten   Der sichere Guthabenzins ist bei Banken dauerhaft abgeschafft. Als Alternative funktionieren künftig ausschließlich Investments. Doch wie funktioniert so ein Investment? Wie hoch sind die Renditen und wie minimieren Sie Risiken? Die Antworten finden Sie hier:

Der „Notgroschen“

Wie Sie sinnvoll etwas zur Seite legen?

 

Jeder kennt das leicht ironische Bild von Omas Sparstrumpf, der für die „schlechten Zeiten“ gedacht ist und irgendwo versteckt wird. Was aber, wenn man privat oder betrieblich wirklich mal in finanzielle Schwierigkeiten gerät? Wie hoch sollten die Rücklagen sein und wo sind sie wirklich am sinnvollsten?

Die Faustregel besagt: Sie sollten sich zum Ziel setzen, 3 Netto-Monatsgehälter, mindestens aber 8.000 bis 10.000 Euro, als schnell verfügbare Reserve zur Seite zu legen.

Dazu legen Sie am besten separates ein Tagesgeldkonto an. So kommen Sie nicht in Versuchung, das Geld anders als für Notfälle auszugeben.

Bitte eröffnen Sie das Tagesgeldkonto bei einer namhaften Geschäftsbank, Sparkasse, Genossenschafts- oder Internetbank in Deutschland. Der Zinssatz ist bei der oben genannten Größenordnung egal. Es kommt auf die schnelle Verfügbarkeit an, nicht auf den höchsten Ertrag.

Wichtig: Für alles was über den Notgroschen hinausgeht, gelten andere Anlagegrundsätze.

Welche Grundsätze dies sind, sehen Sie hier im Video.

Weg mit dem alten Darlehen

Immobiliendarlehen können nach zehn Jahren gekündigt werden. Die Umschuldung spart oft mehrere tausend Euro, ist aber mit etwas Mühe und Kosten verbunden. 

Die Prüfung von Darlehen ist zurzeit besonders rentabel

Die Keller sind ausgemistet, die Fenster geputzt, und das Gerümpel in der Garage ist beseitigt. Die Schlangen vor den Wertstoffhöfen haben vielerorts wieder Normalmaß angenommen. Wer jetzt trotz der zahlreichen Lockerungen der vergangenen Tage neben Besuchen in Biergärten und Ausflügen in die Natur noch Zeit und Energie hat, sollte seine Kontoauszüge und Versicherungs- und Bankenordner durchforsten. Das mag zwar weniger unterhaltsam sein, als die Umzugskartons der letzten Jahrzehnte auszupacken und in Erinnerungen zu schwelgen. Allerdings lässt sich mit dem schnöden Papierkram mitunter viel Geld sparen.

Immobiliendarlehen (das sind alle Darlehen, die mit einer Grundschuld besichert sind), können – ohne jede Vorfälligkeitsentschädigung – 10 Jahre nach der kompletten Auszahlung oder später, ganz oder teilweise gekündigt werden. Das gilt für alle Darlehen, mit einer Zinsfestschreibungszeit, länger als 10 Jahre. Die Kündigungsfrist beträgt dann 6 Monate.
Wenn die Zinsfestschreibungszeit ausläuft, braucht man keine Fristen einzuhalten.

Niedrige Zinsen nutzen

Die aktuellen Zinsen sind historisch niedrig (Zinssätze – oft unter 1%). Deswegen lohnt die Prüfung der Darlehen besonders. Die gesparten Zinsen können die Darlehensnehmer verwenden, um schneller zu tilgen.

 

Versicherungen rund ums Bauen und Immobilien-Kaufen

Wer ein Eigenheim selbst baut oder bauen lässt, für den ist dieser Versicherungsschutz sinnvoll:

Gerade beim Hausbau kann viel schiefgehen; richtige Absicherung ist unverzichtbar!

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die Absicherung gegen Haftpflichtrisiken ist quasi das „Muss“ für jeden Bauherren.
Denn als Bauherr tragen Sie die Verantwortung, wenn auf Ihrer Baustelle Dritte zu Schaden kommen. Selbst wenn Sie eine Firma mit der Bauausführung beauftragt haben. Tritt dieser Fall ein, haften Sie laut BGB in unbegrenzter Höhe. Aus diesem Grund ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherungen für den Bauherren.

Tipp: Es kann sein, dass die Bauherrenhaftpflichtversicherung bereits in Ihrer Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen ist. In der Regel hängt das von der Bausumme ab.

Weitere allgemeine Infos zur Bauherrenhaftpflichtversicherung gibt es hier.

 

Bauleistungsversicherung

Egal ob extreme Unwetter, Überschwemmungen, Vandalismus oder Ungeschicklichkeit – jedes entstehende Gebäude kann davon betroffen sein. Gerade Schäden am Rohbau wirken sich verheerend aus. Die Bauleistungsversicherung ersetzt die Kosten zur Wiederherstellung des Zustandes unmittelbar vor Eintritt des Schadens. Geradezu unverzichtbar ist diese Versicherung, wenn kein Neubau entstehen soll, sondern wesentliche Teile der Altbausubstanz bestehen bleiben sollen.

Hier gibt es ergänzende Infos.

 

Feuerrohbauversicherung

Kostenlos ist die Feuerrohbauversicherung, aber sicher nicht umsonst. Wird bei Baubeginn die Wohngebäudeversicherung beantragt, besteht bis zur Fertigstellung die Feuerrohbauversicherung kostenlos. Sie ergänzt damit die Bauleistungsversicherung.

Tipp: Ganz wichtig ist es, bei jeder Baumaßnahme auch die Wohngebäudeversicherung anzupassen, damit der wertvolle Unterversicherungsverzicht nicht verloren geht.
Unterversicherungsverzicht bedeutet, dass die Versicherung nicht prüft, ob zum Schadenzeitpunkt eine Unterversicherung bestanden hat.
Wer eine Immobilie kauft, für den prüfe ich natürlich, ob es besser ist, die alte Wohngebäudeversicherung zu übernehmen oder diese Absicherung neu zu regeln.

Näheres zur Wohngebäudeversicherung erfahren Sie hier und für Naturgefahren hier.

 

Bauherrenrechtschutz

Wer ein Haus bauen möchte, wünscht sich natürlich, dass alles glatt läuft. Aber in der Realität warten große und kleine Ärgernisse auf die Bauherren. Wer einmal gebaut oder umgebaut hat, kann ein Lied davon singen – Planungsfehler und Baumängel sind leider keine Ausnahme. Werden sie zu spät entdeckt, kann Ihnen ein großer finanzieller Schaden entstehen. Schlimmstenfalls ist sogar die Rückzahlung Ihres Darlehens gefährdet. Oft bleibt dann nichts anderes übrig, als vor Gericht zu gehen. Das kostet nicht nur Nerven, sondern in der Regel auch viel Geld. Seit kurzem gibt es sie, die Rechtschutzversicherung für Bauherren.

 

Mietnomadenversicherung – für Vermieter

Sie haben die Kaution vom Mieter erhalten. Aber wem Sie gerade die Schlüssel zu Ihrem Eigentum übergeben haben, wissen Sie deshalb noch lange nicht.
Zahlt der Mieter zuverlässig und geht er gut mit Ihrer Immobilie um? Und was, wenn nicht?

Einen zahlungsunwilligen Mieter aus der eigenen Immobilie wieder herauszubekommen, kann lange dauern und ist finanziell belastend. Wird dann noch das Mietobjekt selbst beschädigt, steigt Ihr finanzieller Verlust schnell auf einen stolzen Betrag. Besonders schlimm wird es, wenn Sie die Mieteinnahmen (beispielsweise bei einer Immobilienfinanzierung) einkalkuliert haben.
Mietnomadenversicherungen ersetzen Ihnen den Mietausfall für bis zu einem Jahr und zahlen darüber hinaus bei Vandalismusschäden bis zu 50.000 Euro.

 

Mietkautionsversicherung – sinnvoll für Mieter und Vermieter

In der Regel verlangt ein Vermieter Mietsicherheiten vom Mieter. Ohne diese Sicherheiten gibt es häufig keinen Mietvertrag. Oft kommt es sogar vor, dass der neue Vermieter schon eine Kaution verlangt, der alte Vermieter die Kaution aber noch nicht zurückgezahlt hat. Hinzu kommt, dass bei einem Umzug zahlreiche Ausgaben entstehen: Kosten für Umzugsunternehmen, Lastwagenmiete, neue Möbel usw. Und wenn dann noch die Kaution gezahlt werden muss, kann es unter Umständen finanziell eng werden.

Damit der Mieter bei einem Umzug mehr finanziellen Spielraum, z. B. für die Einrichtung der neuen Wohnung hat, ist unsere Mietkautionsbürgschaft eine gute Alternative. Wir übernehmen für den Mieter die geforderte Sicherheit. Die Bürgschaft ersetzt die sonst übliche Barhinterlegung auf einem Sparbuch als Mietsicherheit für den
Vermieter. Von unserer Mietkautionsbürgschaft profitieren sowohl der Mieter als auch der Vermieter.

Die Mitkautionsversicherung ist für den Mieter günstiger als eine Bankbürgschaft und belastet nicht die Schufa.

 

Sonstige Versicherungen

Keine Immobilie ist wie die andere. Und jede Situation unterscheidet sich von der anderen
Deswegen biete ich Ihnen an, vor Kauf oder Baubeginn den tatsächlichen Absicherungsbedarf für Sie zu ermitteln, damit Sie sich entspannt zurücklehnen und sich auf Ihre Immobilie freuen können.

Darlehen: Der Widerrufsjoker geht in die zweite Runde!

Sie haben ein laufendes Darlehen zu hohen Zinssätzen, das Sie gerne ablösen würden, wegen der Laufzeit aber nicht kündigen können, ohne eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen?

 

Der Europäische Gerichtshof kommt Ihnen womöglich zu Hilfe. Er hat entschieden: Widerrufsbelehrungen auf Darlehensverträgen, denen zufolge der Lauf der Widerrufsfrist in Gang gesetzt wird „nach Aushändigung der Unterlagen nach § 492 Abs.2 BGB“, sind unwirksam.

Die Begründung ist einfach:

§ 492 Abs.2 BGB verweist auf Art. 247 §§ 6-13 EGBGB. Dort finden sich dann etwa 20 Angaben. Diese Verweisungstechnik des Gesetzgeber nennt man einen Kaskadenverweis. Die Vorschriften herauszusuchen und zu verstehen, überfordert einen durchschnittlichen Verbraucher. Er weiß daher nicht sicher, ob er alles erhalten hat und die Widerrufsfrist für ihn zu laufen begonnen hat.

Wer also Immobilien oder auch ein Auto finanziert hat und eine solche Widerrufsbelehrung im Vertrag stehen hat, kann dem EuGH zufolge seinen Vertrag widerrufen: Es werden die Darlehen rückabgewickelt, man kann teure Zinssätze loswerden und günstig umfinanzieren.

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Corona: Jede Krise ist eine Chance!

Als letzte Woche auch die Börse so richtig vom „Coronafieber“ infiziert wurde, erreichten mich einige Anrufe: „Hallo Herr Englert, sollen wir nicht alle Aktienfonds verkaufen und zu Bargeld machen?“

Ein anderer Anrufer: „Bin ich jetzt der Geisterfahrer? Alle anderen verkaufen Aktien wegen der Pandemie, nur ich nicht?“

Nun, ehrlich gesagt, ich hatte mit der Wirtschaftskrise 2008 manch schlaflose Nacht. Dieses Mal nicht. Warum?

Fundamental und strukturell steht die Weltwirtschaft heute – entgegen den Emotionen und den Weltuntergangsszenarien einzelner Pessimisten – deutlich besser da.

In vielen Industrienationen herrscht nahezu Vollbeschäftigung, die Zinsen sind niedrig und die Inflation bewegt sich in einem gesunden Rahmen.

Wenn sich die Situation wieder normalisiert – in der Vergangenheit war das immer der Fall – dann ist der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt im Rückspiegel gesehen der größte Fehler. Die Frage stellt sich, ob man diese Korrekturen nicht besser zum Kauf nutzen sollte.

Krisen im größten und bekanntesten Aktienindex der Welt

 

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Banken: Negativzinsen und Gebühren

Immer mehr Banken verlangen Negativzinsen von Privatkunden

Negativzinsen auch für Privatkunden

Derzeit verlangen bereits über 140 Banken und Sparkassen selbst von Privatkunden Negativzinsen zwischen 0,4-0,6%, teilweise ab dem ersten Euro Guthaben. Dies gilt für Guthaben auf Girokonten sowie Tagesgeldkonten. Mathias Englert, Finanzexperte mit mehr als 25 Jahren Erfahrung: „Jetzt sehen die Sparer, dass auch die Kontostände niedriger werden. Vorher konnten sie nur den Kaufkraftverlust durch die Inflation spüren.“

Die Banken versuchen nun, die hohen Anlagesummen auf Girokonten, Tagesgeld und Sparbüchern abzubauen. Leider selten zum Vorteil der Kunden. Es werden Produkte verkauft, die nur der Bank nutzen. Mit der Anlagephilosophie von vor 20 Jahren können heute keine guten Kundenberatungen mehr erfolgen – früher gab es Zinsen, heute im besten Fall keine. Dieser Zustand wird sich auch nicht auf absehbare Zeit ändern.

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