Sinkende Überschüsse
Jeder, der eine „klassische“ Lebens- oder Rentenversicherung hat, kennt die alljährlichen Schreiben der Versicherer, dass „hinten“ weniger rauskommt, weil die Überschüsse sinken. Auch das Erzielen der Garantieverzinsung stellt die Gesellschaften vor immer größere Herausforderungen und Probleme.
Daran hat man sich gewöhnt. Die Versicherungen erhalten immer weniger Zinsen auf ihre zum Großteil in festverzinslichen Anlagen investierten Gelder.
Das ist nichts Neues.

Quelle: www.versicherungsbote.de
Neu ist aber dies:
Die Versicherer senken auch die Überschüsse der Versicherungen mit Sofortrabatt, also inbesondere Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- und andere Versicherungen für biometrische Risiken, obwohl diese Versicherungen eigentlich nur wenig von der aktuellen Zinslandschaft abhängig sind. Die Versicherer – die Generali Versicherung ist hier der Vorreiter – tun dies, um die Überschüsse in die notleidenden Kapitalversicherungen zu transferieren.
Versicherte sollten also unbedingt einen unabhängigen Berater wählen, der die Versicherungen nicht nur auf die niedrigsten Beiträge hin vergleicht, sondern daneben auch die Leistungen vergleicht und die Bonität der Versicherer prüft.
Steuertipp: Berufsunfähigkeitsversicherung mit Basisrente (Rürup-Rente) kombinieren

Dass die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt gehört, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Fast jeder vierte Erwerbstätige scheidet nämlich vor Erreichen der Altersrente wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Erwerbsleben aus. Die staatliche Versorgung ist dann – wenn sie überhaupt gewährt wird – minimal. Deswegen sollte jeder eine ausreichende Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen (ca. 80% vom Nettoeinkommen und mindestens 1200 Euro im Monat).
Leider sind die Beiträge für diese Versicherung nicht steuerlich absetzbar, denn die Höchstbeträge für diese Vorsorgeaufwendungen sind durch die Sozialversicherungsbeiträge schon ausgeschöpft. Weiterlesen
Seit Jahren: Keine Zinsen auf dem Sparkonto – Es geht auch anders!
Sind wir Deutschen einfach viel zu träge? Oder sind wir Sparbuch und Tagesgeldkonto nur gewöhnt, weil die Eltern und Großeltern schon ihr Geld dort liegen hatten?

Für Deutschland wird in den nächsten Jahren mit einer Inflationsrate von jährlich 2 % gerechnet. Das klingt wenig. Aber es bedeutet, dass Anleger, die 10.000 Euro unverzinst auf dem Konto liegen haben, nach einem Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 200 Euro weniger kaufen können als ein Jahr zuvor. Das Problem: Der Kaufkraftverlust geschieht unbemerkt, nominal stehen ja immer noch 10.000 Euro auf dem Konto. Über 10 Jahre betrachtet, nimmt die Kaufkraft bei 2 % Inflation auf nur noch 8.203,48 Euro ab.

